Medizinisch indiziert

Das unterschätzte Lipödem-Areal

Während das Lipödem an den Beinen oft zuerst auffällt, werden die Arme häufig übersehen. Dabei leiden rund 30% der Betroffenen auch hier unter den typischen Beschwerden – manchmal sogar stärker ausgeprägt als an den Beinen.

Viele Patientinnen berichten: „Ich dachte immer, ich hätte einfach dicke Arme.“ Erst die Diagnose bringt Klarheit – und eröffnet den Weg zur gezielten Behandlung. Das Besondere: Die Hände bleiben immer schlank.

Betroffene Bereiche

Vom Schulteransatz bis zum Handgelenk

Je nach Ausprägung kann das gesamte Arm-Areal oder nur einzelne Bereiche betroffen sein.

Der Alltag mit Arm-Lipödem

Was Betroffene täglich erleben

Das Lipödem an den Armen beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden – es schränkt ganz konkret den Alltag ein.

Wichtige Neuigkeit

Ab 2026: Arme sind Kassenleistung

Der G-BA hat die Liposuktion bei Lipödem zur Regelleistung erklärt. Die Arme sind als typisches Areal ausdrücklich eingeschlossen – ohne Stadien-Beschränkung.

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Die Behandlung

So läuft die Arm-Liposuktion ab

Im Vergleich zur Bein-Behandlung ist der Eingriff an den Armen weniger umfangreich. In den meisten Fällen können beide Arme in einer Sitzung behandelt werden.

Die OP erfolgt in Tumeszenz-Lokalanästhesie. Über winzige Zugänge – meist in der Achsel oder Ellenbeuge – wird das krankhafte Fettgewebe schonend entfernt. Die Erholungszeit ist kürzer als bei der Bein-Behandlung, da weniger Volumen abgesaugt wird.

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Das Ergebnis

Wieder frei bewegen – ohne Einschränkungen

Die Behandlung verändert nicht nur die Optik – sie gibt Lebensqualität zurück.

Nach dem Eingriff

Ihre Nachsorge – wir begleiten Sie

Für optimale Ergebnisse ist die richtige Nachbehandlung entscheidend. Auch hier lassen wir Sie nicht allein.

Ihre Fragen

FAQ zur Arm-Behandlung

Können Arme und Beine zusammen behandelt werden?

Grundsätzlich möglich, aber wir empfehlen ein stufenweises Vorgehen. Der Körper erholt sich besser, wenn nicht zu viel auf einmal operiert wird. Die meisten Patientinnen starten mit dem stärker betroffenen Areal – oft die Beine – und ergänzen die Arme in einem zweiten Schritt.

Nein, eher umgekehrt. Der Eingriff ist weniger umfangreich, die Erholungszeit kürzer. In der Regel können Sie nach einer Woche wieder leichte Alltagstätigkeiten ausführen. Sport und Belastung sollten für etwa sechs Wochen warten.

Die Zugänge sind nur wenige Millimeter groß und werden an versteckten Stellen platziert – in der Achsel, der Ellenbeuge oder am Handgelenk. Nach der Abheilung sind sie praktisch unsichtbar.

Ja. Ab 2026 ist die Liposuktion bei Lipödem Kassenleistung – für Arme und Beine gleichermaßen. Es spielt keine Rolle, ob beide Areale oder nur eines betroffen ist. Die Voraussetzungen (BMI, konservative Therapie, Vier-Augen-Prinzip) gelten einheitlich.

Meistens reicht eine einzige Sitzung für beide Arme. Bei sehr ausgeprägtem Befund oder wenn auch die Unterarme stark betroffen sind, kann ein zweiter Termin sinnvoll sein. Das besprechen wir individuell nach der Untersuchung.

Die entfernten Fettzellen sind dauerhaft weg. Allerdings ist das Lipödem eine chronische Erkrankung – verbleibende Zellen können sich bei starker Gewichtszunahme oder hormonellen Veränderungen wieder vergrößern. Ein stabiles Gewicht und regelmäßige Kontrollen helfen, das Ergebnis zu erhalten.

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